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Berliner Sommer: Britzer Garten, Dahlienfeuer

Dahlienfeuer Britzer Garten 2015

Wie jedes Jahr lodert auch in diesem das Dahlienfeuer im Britzer Garten, die Sonderausstellung, bei der sich von Ende August bis zum ersten Frost alles um die Dahlie dreht. Der Park ist ein ehemaliger BUGA Standort und ein schönes Beispiel für langfristige Nachnutzung.

Dahlienfeuer Britzer Garten 2015Dahlienfeuer Britzer Garten 2015Dahlienfeuer Britzer Garten 2015

Anders als in den Vorjahren werden die verschiedenen Sorten nicht in sortenreinen Beeten, sondern wie in einem echten Garten präsentiert: Bunt gemischt, mit Gräsern und Stauden kombiniert. Was nicht jedem gefällt. Vor allem ältere Besucherinnen kritisierten unüberhörbar, dass es zwar so “auch ganz hübsch”, aber nicht mehr so pompös und farbenprächtig aussehe. Andere hingegen lobten, dass nun endlich die Dahlien mehr naturbelassen wachsen, statt mit Stangen in Reih und Glied gezwängt zu werden.

Dahlienfeuer Britzer Garten 2015Dahlienfeuer Britzer Garten 2015

Mir hat es dennoch sehr gut gefallen, wenngleich der Auftakt etwas holperte: Der Eingang Massiner Weg, der sonst zur Dahlienschau immer geöffnet war, ist es nun aufgrund des veränderten Standorts nur am Wochenende. Am nächsten zum Dahlienfeuer im ehemaligen Sommergarten ist nun der Eingang Sangerhauser Weg. (Was für mich einen zusätzlichen Fußmarsch von 20 min. bedeutete.)

Dahlienfeuer Britzer Garten 2015

Neu in diesem Jahr ist auch die Wahl der Dahlienkönigin, über die jeder Besucher und jede Besucherin abstimmen kann. Mein Favorit ist keine Neuheit: Es ist Franz Kafka, wie diese Dahliensorte heißt.

Dahlienfeuer Britzer Garten 2015

Aber egal, ob man auf Sorten mit Namen wie Berliner Kleene, Berliner Chic (was für ein Name für solch eine Blumensorte) oder auch Day Dreamer und Heidi Kabel steht – ein Ausflug nach Britz lohnt sich jetzt besonders.

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Frühling in Berlin: Britz im Tulpenmeer

Britzer Garten Berlin Tulipan 2015

Inzwischen geht Tulipan, das Tulpenfestival im Britzer Garten, schon wieder zu Ende. Für alle, die es in diesem Jahr nicht geschafft haben oder für die es einfach zu weit weg ist, hier ein paar Blumengrüße aus meinem liebsten Park in Berlin.

Britzer Garten Berlin Tulipan 2015Britzer Garten Berlin Tulipan 2015Britzer Garten Berlin Tulipan 2015

Was ich besonders schön finde, ist das Engagement der Bürger von Neukölln (dem Bezirk, zu dem Britz gehört) und anderer Orte in Berlin: Viele Tulpenbeete haben einen Sponsor aus der Nachbarschaft. Die einen feiern ein Doppeljubiläum in der Familie, die anderen erinnern an eine Verstorbene, wieder andere gratulieren mit einem hundertfachen Tulpengruß ihrer Frau zum Geburtstag. Und manche machen auch einfach Werbung für ihre Ferienwohnung oder ihr Kochstudio. Die Flaneure freut’s in jedem Fall.

Britzer Garten Berlin Tulipan 2015Britzer Garten Berlin Tulipan 2015Britzer Garten Berlin Tulipan 2015

Für Berlin-BesucherInnen sei der Britzer Garten schon aus landeskundlichem Interesse zu empfehlen: Ich kenne keinen Ort in der Stadt, an dem so viel berlinert wird. Man könnte meinen, alle echten Berliner verschanzen sich im Frühling im Britzer Garten. Dabei dachte ich immer, ihr natürliches Biotope seien die Laubenkolonien und die Heimspiele von Union.

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Auch wenn Äpfel und Kirschen nun abgeblüht sein dürften, gibt es im Britzer Garten auch im Spätfrühling einiges zu entdecken.

Britzer Garten Berlin Tulipan 2015Britzer Garten Berlin Tulipan 2015

Für den müden Wanderer gibt es an den schönsten Orten Gartensessel und Liegen – gratis, wie auch der Blick aufs Wassergrundstück.

Britzer Garten Berlin Tulipan 2015Britzer Garten Berlin Tulipan 2015

Weil der Mensch nicht nur im Garten herumlatschen, sondern auch etwas Wissen im Henkelkorb nach Hause tragen soll, sorgen die guten Geister von Britz sogar handschriftlich für Aufklärung. Narcissus poeticus recurvus: Was für ein Name. Kein Wunder, dass genau diese Narzisse mir schon immer am besten gefallen hat. Zwinkerndes Smiley

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Berliner Augenblicke: Schnee, Schnee, Schnee

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Während auf Twitter schon alle Welt über den Schnee stöhnte, staunte ich am Sonntag noch über verschneite Motorhauben in Berlin – in Schöneberg strahlte der Himmel blau, getrübt von keinerlei Schneewolken. Flockenalarm? Nur in der Floskelwolke der Abendnachrichten. Und dann wachte ich am Montag in einer Schneelandschaft auf …

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Ich bin nicht allein unvorbereitet auf solche Schneemassen, wie ich auf meinem Weg zum Gleisdreieck sehe. Gerade war doch noch Sommer. Gefühlt.

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Nein, das ist nicht Russland. Vor ein paar Wochen sah es hier noch so aus.

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Ein einsamer Langläufer spurte durch den Neuschnee. Ansonsten war es bemerkenswert leer im Park, bis auf ein paar Leute mit Kameras.

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Weihnachten 15 Grad und Nieselregen, Silvester Schnee soweit das Auge reicht. Schade, dass der Schnee nicht an Neujahr gekommen ist, um über dem zu erwartenden Müll gleich mal den Schneemantel auszubreiten. Im Baumarkt am Ausgang des Gleisdreiecks stehen jedenfalls die Zeichen auf einen langen Winter: Es gibt eine große Auswahl an Schlitten. Und ein Sonderangebot Anzündeholz für den dort ebenfalls zu erwerbenden Kamin.

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New York: Unsere High Line ist Weltklasse

New York High Line

Wie ich dem aktuellen Spiegel entnehme, kriegt man sich in New York gerade nicht mehr ein vor lauter Freude über die Eröffnung des letzten Bauabschnitts an der High Line.

„If the newest, last stretch of the High Line doesn’t make you fall in love with New York all over again, I really don’t know what to say“, jubelt die New York Times.

Auch die Politiker sind laut Spiegel im Rausch. „Früher haben die Leute gesagt: ‚Wenn du nach New York fährst, musst du dir das Empire State Building anschauen'“, sagt (Senator Charles) Schumer. „Heute sagen sie: ‚Wenn du nach New York fährst, musst du über die High Line laufen.'“ Na ja, der Herr wirbt für seine Arbeit mit dem Spruch „Contact Chuck“ und befasst sich ansonsten mit solch illustren Themen wie der Registrierung von Atemwegserkrankungen. Da ist die High Line schon eine schöne Gelegenheit, sich mit Weltbedeutung ins TV-Bild zu setzen.

Auf jeden Fall für manche ein guter Grund, doch mal wieder in New York vorbeizuschauen.

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