Schlagwort-Archive: Kunst

Berliner Augenblicke: Kunst, die neue Zigarette

Kunstautomat, Crellestraße, Berlin

Kunstautomat, Crellekiez, Berlin-Schöneberg

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Berlin: C/O Berlin ist wieder da

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We are on, titelt c/o Berlin zur Neueröffnung im Amerika-Haus am Bahnhof Zoo. Das gilt für die inzwischen legendäre Fotogalerie genauso wie für Westberlin, das nun mit einem Schlag von den Toten auferstanden ist. Rund um den Kudamm, wo vor ein paar Jahren meine russischen Freunde noch vergeblich nach der längst an der Friedrichstraße residierenden Niederlassung von Chanel suchten und Billigboutiquen die letzten Kinos fast verdrängt hatten, ist das Leben zurück.

Zum Auftakt drückten sich Pressemenschen an Galeristen, um ein Selfie zum Beispiel mit Will McBride zu erhaschen. Der 83jährige ist trotz seiner Gebrechlichkeit den Menschen so zugewandt, wie ich ihn von der Frankfurter Buchmesse in Erinnerung habe, wo ich mich einmal eine halbe Stunde mit ihm über meine Fotos unterhalten habe. (Natürlich ohne jede Ahnung davon, wer er als Fotograf war. Eine Bekannte aus New York hatte mich an ihn verwiesen, und da ich ohnehin auf der Messe war, spazierte ich bei ihm vorbei.) Im Amerika-Haus hat er schon einmal ausgestellt, das ist jetzt über ein halbes Jahrhundert her. Jetzt eröffnet c/o Berlin das Haus und damit seine neue Bleibe mit Will McBrides Ausstellung “Ich war verliebt in diese Stadt”, Fotos aus der Frontstadt Westberlin.

c/o Berlin Will McBride Ich war verliebt in diese Stadt

Der Legende nach brauchte der Bürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf nur sechs Minuten für seinen Rückruf mit seiner Entscheidung, c/o Berlin am Bahnhof Zoo ein neues Zuhause zu geben, nachdem der Bezirk Mitte nach 1,5 Jahren Verhandlungen die Galerie kommentarlos im Regen stehen ließ. Auch wenn das nicht stimmt, ist es eine gute Geschichte und auf jeden Fall für die Gegend ein großes Glück. Auch für die Freunde der Fotokunst, die nun endlich wieder statt der glatt geschliffenen Mitte das Berliner Leben durchwaten müssen vor dem Besuch bei c/o Berlin. Den Bahnhof Zoo und sein Umfeld so geleckt zu bekommen wie Mitte wird kaum möglich sein. Auch das ein Glück.

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Kassel: Kunst an der Wand und auf dem Teller

Kassel

Natürlich ist es Kunst, die uns diesmal nach Kassel verschlagen hat: Mein Patenkind zeigt auf der Jahresausstellung der Kunsthochschule Kassel seine Arbeiten, das wollen wir natürlich sehen.

Kassel documenta-HalleKassel documenta-HalleKassel documenta-HalleKassel documenta-Halle

Die Ausstellung findet in der documenta-Halle statt – wie der Name schon sagt, wird hier zur documenta internationale Kunst präsentiert. Dazwischen dürfen auch Firmen hier ihre Firmenfeste abhalten.

Kassel documenta-Halle

Ermattet von so viel intellektueller Anstrengung kehren wir im besten chinesischen Lokal ein, in dem ich in Deutschland je gegessen habe. (Und da ich schon einige Male mehrere Monate in China war, erlaube ich mir über chinesische Auslandsküche ein Urteil.) Seltsamerweise heißt es Kyoto, die Speisen sind jedoch definitiv chinesisch, der Koch und die Inhaberin auch, und das Ambiente ist im Stil von Shanghai der 30er Jahre gehalten. Hier lohnt sich selbst eine Reiseunterbrechung, denn das Lokal liegt nicht weit von Kassel-Wilhelmshöhe und damit auf der ICE-Strecke Berlin-Frankfurt/Main. Achtung: Nicht verwechseln mit dem Imbisslokal Kyoto Grill, das gleich um die Ecke liegt. Kontakt: Kirchweg 50, 34119 Kassel, Telefon 0561 81665509.

Kassel Restaurant Kyoto Noodles and SoupKassel Restaurant Kyoto Noodles and Soup

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