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Landpartie: Lübben, Wasserspielplatz

Auf dem Rückweg von Straupitz schauten wir noch am Wasserspielplatz in Lübben vorbei. Hier regiert die Halligalligurke – was offenbar ganz vielen Menschen sehr gut gefällt.

Lübben Spreewald Brandenburg Wasserspielplatz

Der Spielplatz und die dazugehörige Parkanlage ist allerdings wirklich das Bad in der Menschenmenge wert. Zum Glück senkte sich bereits die Abendsonne, so dass die Menge bald dahinschmolz. Da konnte der gar nicht mehr so kleine Baggerfahrer nach Herzenslust Schlamm schaufeln.

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London: Science Museum

Weil wir das Museum of Natural History schon gesehen haben und die Schlangen dort einfach nicht kompatibel sind mit einem dicht gefüllten Programm, entscheidet sich das Kind fürs Science Museum. Meine Erwartungen an ein Museum, das der Wissenschaft gewidmet ist, hängen eher tief. Technik und Wissenschaft gehört zwar zu meinem täglich Brot, aber im Museum?

London Science Museum

Aber Reisen mit Kind sind ja auch dazu da, den eigenen Horizont zu erweitern: Denn das Science Museum ist, um es in den Worten des Fastteenies zu sagen, richtig cool. Nicht nur Kinder können hier mit Wissenschaft im wahrsten Sinne des Wortes auf Tuchfühlung gehen: Touchscreen lautet das Motto, passend für die Generation Smartphone.

London Science Museum

Ganz auf den Erfahrungshorizont zugeschnitten ist auch die Ausstellung zum Klimawandel. Mit Strategiespielen lernen die Kinder zum Beispiel, wie sich Regionen ökonomisch sinnvoll gegen Hochwasser rüsten können – und wie schwierig es ist, dabei Risiko und Budget miteinander in Einklang zu bringen.

London Science MuseumLondon Science MuseumLondon Science Museum

In der Abteilung “Who am I?” ging es dann um angewandte Wissenschaft. Wie werde ich in 50 Jahren aussehen? Welche Merkmale vererben sich von Eltern auf Kinder und welche nicht? Wie kann ein Wissenschaftler Verhalten kategorisieren? Die einzelnen Wissenschaftsstationen gibt es für kleinere Kinder und junge Jugendliche in getrennten Bereichen.

London Science MuseumLondon Science MuseumLondon Science Museum

Die “klassischen” Ausstellungsstücke eines Technikmuseums von Dampflok bis Raumschiff gibt es natürlich auch zu sehen.

London Science Museum

Insgesamt sollte man mindestens drei Stunden Zeit mitbringen, um die wesentlichen Ausstellungen zu sehen. Der Eintritt ins Museum ist kostenlos mit der Bitte um Spenden. Für Extras wie Flugsimulator oder 4D-Museum braucht man ein Ticket. Diese werden für eine bestimmte Uhrzeit ausgegeben, es kann also sinnvoll sein, das vor Beginn der allgemeinen Tour zu kaufen, um dann nicht in der Warteschleife stecken zu bleiben.

Tipp: Im dritten Stock gibt es einen freien Picknick-Bereich, so dass man nicht unbedingt das Museumscafé in Anspruch nehmen muss, so man sich Snacks und Getränke mitgebracht hat.

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Island für Fortgeschrittene

Wenn eine ein paar Reisen tut … Dann kommt sie schon mal aus dem Takt beim Bloggen. Aber weil nach der Reise ja vor der Reise ist, kann ich mich jetzt sozusagen halböffentlich freuen: Denn der Sommerurlaub ist ausgetüftelt und komplett gebucht. Es geht zum dritten Mal nach: Island.

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Wahrscheinlich gehört auch das zum Erwachsenwerden, im Februar schon zu wissen, wohin es im Juni geht. Vor ein paar Jahren hätte mich das bestimmt deprimiert. Doch seit ich Island kenne, vergleiche ich ab November die Preise. Denn während wir bei unserer ersten Reise 2009 kurz hinter Reykjavik eigentlich nur noch auf Deutsche, Holländer und Schweizer trafen, scheinen all die Berichte über Sturm und Vulkane auch die Franzosen und Italiener nicht mehr davon abzuhalten, mit ihren Wanderschuhen im Gepäck einen Flieger zum Polarkreis zu buchen. Was sich nicht nur am Gedrängel rund um Geysir & Co ablesen lässt. Nein, auch die Star Alliance und ihre Mitbewerber shuttlen jetzt Regenhungrige vom Ural bis zu den Pyränäen ins Elfenland. Wo es dann etwas eng wird zuweilen. Wenn im Sommer am Flughafen die Maschinen im Halbstundentakt landen, müssen die 300.000 Isländer gefühlt schon mal zusammenrücken. Und das ohnehin knapp kalkulierte Kontingent der Betten ist schon im Winter so gut wie ausgebucht. Auch bei den Tickets heißt es: Wer zuerst kommt, fliegt am billigsten. Dieses Jahr zum Beispiel kosten die von mir am 9. Januar gebuchten Tickets inzwischen exakt doppelt so viel.

Ja, Island ist kein Schnäppchen. Vor allem Mietwagen werden zu Preisen an die Fahrlustigen gebracht, dass gelegentlich hier auftauchende Amerikaner wahrscheinlich erst einmal ein Kaufangebot vermuten. Aber wer kann bei diesen Bildern widerstehen?

 

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Wie man auf den Bildern sehen kann, hat Island sehr unterschiedliche Landschaften zu bieten (nur der Wind ist ein landesweites Phänomen). Was das Land zu einem idealen Reiseziel für Familien mit Kindern macht. Denn hier langweilt sich niemand. Und das Beste: Jeder größere Ort in Island (nach Landesdefinition also einer mit mindestens 300 Einwohnern) hat ein Schwimmbad. Die meisten sind Open Air, aber das Wasser ist dank geothermaler Zufuhr immer wohltemperiert. Die Kulisse ist häufig auch spektakulär.

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Für Übernachtungen in Familie unschlagbar sind die Jugendherbergen, die nach deutschen Verständnis eigentlich Gästehäuser oder Pensionen sind. Als Familie bekommt man sein eigenes Zimmer. Der Preis ist für isländische Verhältnisse spottbillig. Und eine Gemeinschaftsküche gibt es auch. Denn das mag für manche Reisende ein Nachteil sein: Selbst wer den Geldbeutel zücken will, hat in den schönsten Gegenden Islands (also Norden und Osten) ein Problem. Denn Orte mit 300 Einwohnern haben in der Regel maximal einen Hotdog Stand an der Tankstelle zu bieten. In den Anfahrtsbeschreibungen zu Herbergen wird man dann auch schon mal gewarnt, dass die nächste Möglichkeit zum Lebensmittelkauf 50 Kilometer entfernt liegt.  Der Vorteil: Lärmenden spanischen Großgruppen gefällt es da nicht so gut. Übrig bleiben Campingliebhaber. (Die aus dem Kofferraum speisen.) Also wir.

 

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Prager Erinnerungen

Mit Familie kommt man rum in der Welt. Das dachte sich auch meine Mutter. So nutzten wir die Osterferien für eine Exkursion in eine Stadt, die nicht nur Menschen ihrer Generation außerordentlich gut gefällt. Auch das Schlaubergerkind war angetan. Von den Knödeln und von der Marionettenauswahl. Denn in Prag sind nicht nur Spejbl und Hurvinek zu Hause, sondern auch noch Kaspar, Hexe, Polizist oder was sich sonst noch aus Holz schnitzen und an Schnüren bewegen lässt. Alles Diskutieren hat denn auch nichts genützt: Die Taschengeldbörse wurde gezückt (Oma hat nachgelegt), jetzt sitzt also eine echt Prager Marionette bei uns zu Haus.

 

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Meine eigenen Erinnerungen habe ich kaum wiedererkannt bei diesem ersten Besuch seit 17 Jahren, obwohl das Goldene Prag noch immer einen spektakulären Anblick bietet. (So man hinter den versammelten globalen Touristenhorden noch irgendwas sieht.) In den kleinen Kauflädchen, wo früher Kondensmilch in der Tube verkauft wurde, lockt jetzt eine Kaffeebar. Und der Brunnen am Male Namesti sieht irgendwie auch ganz anders aus.

Schließlich stolperte ich noch durch die Straße, in der ich einige Male ein Fremdenzimmer bewohnt hatte in den Achtzigern (zuerst mit meinem Vater, später dann mit Freunden als unsere private “Abifahrt”). Ich konnte mich nicht mehr an die genaue Hausnummer erinnern. Nur daran, dass es bei meinem Vater jeden Tag (also wirklich jeden und zu jeder Mahlzeit) Bockwurst aus dem Glas gab mit tschechischem Senf, dazu ein hartgekochtes Ei.

Mit solch karger Kost begnügten wir uns diesmal nicht (schließlich haben wir jetzt WestgeldZwinkerndes Smiley): Die Knödelbrigade ließ es kulinarisch krachen, dank meiner eingehenden Netzrecherchen war sogar Frau Mutter von der Küche in Prag begeistert. Mütter- und schwiegermütterkompatibel erfreute uns zum Beispiel das Brauhaus Deminka. Wobei es sich empfiehlt, zwei Tage davor und danach nur Suppe zu schlürfen – oder sich wahlweise eine Portion zu viert zu teilen.

 

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