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Berliner Augenblicke: Schnee, Schnee, Schnee

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Während auf Twitter schon alle Welt über den Schnee stöhnte, staunte ich am Sonntag noch über verschneite Motorhauben in Berlin – in Schöneberg strahlte der Himmel blau, getrübt von keinerlei Schneewolken. Flockenalarm? Nur in der Floskelwolke der Abendnachrichten. Und dann wachte ich am Montag in einer Schneelandschaft auf …

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Ich bin nicht allein unvorbereitet auf solche Schneemassen, wie ich auf meinem Weg zum Gleisdreieck sehe. Gerade war doch noch Sommer. Gefühlt.

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Nein, das ist nicht Russland. Vor ein paar Wochen sah es hier noch so aus.

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Ein einsamer Langläufer spurte durch den Neuschnee. Ansonsten war es bemerkenswert leer im Park, bis auf ein paar Leute mit Kameras.

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Weihnachten 15 Grad und Nieselregen, Silvester Schnee soweit das Auge reicht. Schade, dass der Schnee nicht an Neujahr gekommen ist, um über dem zu erwartenden Müll gleich mal den Schneemantel auszubreiten. Im Baumarkt am Ausgang des Gleisdreiecks stehen jedenfalls die Zeichen auf einen langen Winter: Es gibt eine große Auswahl an Schlitten. Und ein Sonderangebot Anzündeholz für den dort ebenfalls zu erwerbenden Kamin.

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Berliner Sommer: Vegetarisch für Anfänger

Dieser Sommer überrascht immer wieder. Standen heute die Wetterberichte unisono auf Dauerregen, wurde daraus ein heißer Sommertag mit Sonne satt. Weil der Berliner (und die Berlinerin) inzwischen offenbar mehr der App glaubt als dem eigenen Blick aus dem Fenster, waren wir am Morgen auf unserem Spaziergang von Kreuzberg nach Schöneberg quasi allein unterwegs. Von ein paar Touristen auf Kaffeesuche abgesehen. Wahrscheinlich gehören die zwei Espressobars in der Bergmannstraße, die um neun Uhr schon geöffnet hatten, Besitzern aus Sachsen-Anhalt. Auf dem Flohmarkt vor der Marheinekehalle jedenfalls begann man zehn nach neun erst mal, die Tischplatten vom Laster zu heben. Nur der Laden mit den Rauchwaren und den obligatorischen Berlin-Magneten hatte natürlich für die Gäste schon auf.

Berlin Kreuzberg Tante-Emma-LadenBerlin Kreuzberg SchaufensterBerlin Kreuzberg BlumenbeetBerlin KreuzbergBerlin Kreuzberg Grenze zu Schöneberg

Auch im Gleisdreieck teilten wir uns die Sonne bis zum frühen Nachmittag mit ein paar Nachwuchsmusikern am improvisierten “Bandstand” und zwei Hobbyeisenbahnern, die die Strecke für den Zug aus dem Technikmuseum absperrten. Irgendwann wurde es dann richtig voll, klar, umsonst & draußen. Skater, Jongleure, Radfahrer, Schlenderer und Frisbeewerfer – alle da. Auch die Promoter, die im Auftrag eines Telekommunikationsunternehmens, die eben diese Frisbeescheiben mit Werbung betackert unter die Menschen bringen sollten. Wir gehörten offenbar nicht zur Zielgruppe, denn die drei Hipster marschierten schnurstracks an uns vorbei. (Klar, Rotweintrinken im Park, da hat man wahrscheinlich nicht mal ein Handy. Den Rollator hatten wir im Gebüsch versteckt.)

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Um diesen faulen Sonnen-Sonntag zu krönen, spazierten wir noch zu unserem Lieblingsvietnamesen, mit rein vegetarischer Speisekarte – sehr lecker und in einer Gegend mit der wohl höchsten Yoga-Studio-Dichte Berlins eine Goldgrube auch mit sehr günstigen Preisen. (Gegen 16:30 war kaum ein Platz zu bekommen.) Die Gesundheitsapostelei überlässt man aber sympathischerweise der Kundschaft. Während die Köche draußen rauchten und den Kopf im Bierglas kühlten, holte sich die Bedienung mal rasch Pommes rot-weiß vom Türken nebenan.

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