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Downtown Brooklyn

Die Mittelschicht hat in Brooklyn schon lange zum neuen Manhattan erklärt. Manche Ecken von Brooklyn sind inzwischen so teuer, dass die Kreativen und Jungen längst weitergezogen sind, vor allem nach Queens. Downtown Brooklyn ist voller klassischer amerikanischer Geschäfte und Kaufhäuser. Dazwischen gibt es aber auch (immer noch) jede Menge Kunst. Und vor allem: Ganz normale Leute.

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Downtown Manhattan: St. Peter’s

St. Peter’s ist die älteste katholische Gemeinde New Yorks. Traurige Berühmtheit erlangte sie am 9. September 2001. Hier wurde der erste Tote des Tages aufgebahrt, der als 9/11 in die Geschichte eingegangen ist. Der Priester Mychal Judge war Seelsorger bei der New Yorker Feuerwehr und starb durch einen Herzinfarkt.

Leider ist die Kirche in der Regel nur zu den Gottesdiensten geöffnet: Wobei das bei einer katholischen Kirche ja doch sehr regelmäßig ist. Die Fensterbilder jedenfalls sind sehr sehenswert.

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Downtown Manhattan, New York

Jeder 4. Amerikaner hat seit 9/11 New York besucht. Bedenkt man die Größe des Landes und rechnet die Koreaner, Japaner und Chinesen hinzu, die auch alle nach New York kommen wollen, kann man sich das Resultat ausmalen. In Downtown Manhattan jedenfalls ist kaum ein Durchkommen.

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Das Problem dabei: Die allermeisten amerikanischen Nicht-New Yorker scheinen geradewegs aus Smalltown America’s Shopping Malls den Direktflieger nach Manhattan genommen zu haben. Es wird in die Luft gestarrt, mitten auf der Straße in Großfamilie stehengeblieben – und vor allem strikt auf rote Ampeln geachtet.

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Das wird den neuen Bürgermeister Bill de Blasio in der nahen City Hall zwar freuen, denn er hat als erste Amtshandlung Vision Zero für New York verkündet und schickt nun buchstäblich Rollkommandos los, um das New Yorker Prinzip des Jaywalkings an der Wurzel auszurotten. Jaywalking bedeutet nicht nur, bei Rot, Gelb oder Grün über die Straße zu gehen, sondern ist ein New Yorker Lebensgefühl: Mit der Gefahr mitschwimmen statt den Verkehrsfluss zu stören. De Blasio muss nun offenbar Michael Bloombergs Gesundheitsapostelei etwas entgegensetzen, was dann zu skurrilen Momenten führt, wenn etwa ein 84 Jahre alter Chinese aus Versehen in eine Jaywalking-Razzia gerät und dann blutig geschlagen in einer grüner Minna landet.

Mit den Damen und Herren aus dem Mittleren Westen nun wird De Blasios “Vision Zero” (also null Tote im Straßenverkehr) wohl nicht aufgehen. Denn statt auf die Autos achten sie nur auf die Ampeln, gern bleiben sie auch nach zwei Metern stehen, sehen rot und rennen wie von Sinnen zurück: Direkt rein in die anderen, die da gerade die Straße überqueren – und peng, fliegen alle übereinander. Gut, wenn dann am Steuer des nächsten Autos wenigstens noch ein echter New Yorker sitzt und vorausschauend auf die Bremse tritt.

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Die Touristen haben in Downtown klare Ziele. Ein Ort, der von den wenigsten aufgesucht wird, ist der African Burial Ground. (290 Broadway zwischen Duane Street und Reade Street). Hier wurden von 1626 bis 1794 die in New York lebenden Schwarzen (Freie ebenso wie Sklaven) begraben. Downtown Manhattan ist also auf den Knochen von Afrikanern aufgebaut. Dieser Fakt kam erst zutage, als man 1991 bei Bauarbeiten die Überreste des Friedhofs ausgegraben hat. Um an diesen Teil der Geschichte zu erinnern, feiert die afroamerikanische Community in New York seit ein paar Jahren wieder “Pinkster”. Das ist abgeleitet von Pinksteren, niederländisch für Pfingsten. Zu Zeiten, als Teile der Stadt noch New Amsterdam hieß, durften die Sklaven zu Pfingsten an den allgemeinen Volksfesten teilnehmen: Ein Fest, das bis ins frühe 19. Jahrhundert fester Bestandteil der afroamerikanischen Kultur war. Pinkster fand in diesem Jahr am African Burial Ground am Samstag nach Pfingsten statt.

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