Die letzten aufrechten im east village: Katz’s

Den Laden gibt es schon über 125 Jahre an ungefähr derselben Stelle, mit identischem Sortiment. (Was in Zeiten wie diesen in Manhattan ja an sich schon eine Leistung ist.) Vor mehr als zwanzig Jahren habe ich in diesem Viertel mal ein knappes Jahr verbracht und bin trotzdem niemals drin gewesen. Das muss sich ändern, befand J. – also taumelten wir nachts um elf hinein ins Sandwichvergnügen.

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P6151566Denn Katz’s klingt zwar jiddisch und bietet auch einige Speisen an inspiriert vom osteuropäischen Shtetl, doch freitags und samstag hat der berühmteste Sandwichshop New Yorks inzwischen die ganze Nacht auf.

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Die Preise sind so absurd wie die Masse an Fleischbergen, die hier zwischen zwei Brotscheiben gequetscht werden. Von einem Sandwich plus vielleicht einem extra gekauften Bagel werden locker zwei hungrige Esser satt. Günstig geht trotzdem anders: Für ein Sandwich, zwei Bier, einmal Pommes, ein Stück Käsekuchen waren 52 Dollar fällig. Na ja, wenn Harry und Sally nicht wären, würde es wahrscheinlich nicht so viele Flip-Flop-Touristen aus dem mittleren Westen und It-Königinnen aller Herren Länder hierher ziehen.

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Für eine anständige Bezahlung des Personals reicht es offenbar trotzdem nicht. Ein Wachmann erzählte uns, dass er nach seiner Schicht bis 6 Uhr morgens zu seinem zweiten Vollzeitjob aufbricht. Schöne neue Arbeitswelt.

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